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Yorkshire-Terrier darf in der Wohnung gehalten werden -

auch ohne Zustimmung des Vermieters

 

Grund zur Freude für alle Hundeliebhaber, die sich einen Hund wünschen, aber vom Vermieter bisher die Erlaubnis dafür nicht bekommen haben. In Bezug auf das geltende Mietrecht wird ein Yorkshire-Terrier nicht als Hund behandelt, sondern wie ein Kleintier. Und Kleintiere dürfen auch ohne vorherige Zustimmung des Vermieters gehalten werden. Deshalb sei auch die Haltung dieser Rasse in der Wohnung immer erlaubt  ganz gleich, was im Mietvertrag steht, so der Deutsche Mieterbund. Grund dafür ist die Erfahrung, dass diese kleine Rasse die Nachbarn nicht belästigt. Zu diesem Schluss kommen jedenfalls die Landgerichte Kassel (Az.: 1 S 503/96) und Düsseldorf (Az.: 24 S 90/93) in ihren Urteilen. Wichtig ist, dass sich die Ausnahme nur auf das Mietrecht bezieht., so Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Ein Recht auf Erlass der Hundesteuer lässt sich daraus nicht ableiten. 

Parasiten: Giardien

Wenn der Durchfall nicht enden will

Unser Hund verträgt das Futter nicht. Er hat häufig Durchfall und stinkende

Blähungen! So oder so ähnlich schildern viele Hundebesitzer ihrem Tierarzt

die Leidensgeschichte ihres Hundes. Ein hartnäckiger Durchfall, eventuell

verbunden mit Erbrechen, lässt den Tierarzt in den meisten Fällen jedoch

nicht an eine Futtermittelunverträglichkeit denken, sondern häufig an die

Durchfall verursachende Darmparasiten, die so genannten Giardien.

Giardien sind winzig kleine einzellige Parasiten, die im Dünndarm zahlreicher

Tierarten leben. Hat sich ein Lebewesen mit Giardien infiziert, spricht man

von einer Giardiose. Bei starkem Befall, wie er häufig bei Welpen und Junghunden sowie bei geschwächten

Tieren vorkommt, verursachen sie einen oft monatelang anhaltenden Durchfall. Dieser reagiert in der Regel kaum

oder gar nicht auf die üblichen Tierarzneimittel, Diäten und Futterumstellungen. Der Durchfall kann sich

zwischenzeitlich für einige Tage bessern, danach kommt es aber wieder zu einem Rückfall. Die Kotbeschaffenheit

variiert von wässrig mit Schleim- und/oder Blutbeimengungen bis pastenartig. Oft ist der Kot hell, übel riechend

und wird von stinkenden Blähungen begleitet. Auch Erbrechen, Abmagerung sowie Wachstums- und

Entwicklungsstörungen können durch die chronische Dünndarmentzündung und die damit verbundene schlechte

Nahrungsverwertung auftreten. Auffällig ist, dass der Appetit der erkrankten Tiere fast immer erhalten bleibt.

Insbesondere bei kohlenhydratreichem Futter verstärken sich jedoch die Durchfälle häufig. Dieser Umstand lässt

Hundehalter schnell an eine Futtermittelunverträglichkeit denken, woraufhin sie mehrmals ohne andauernden

Erfolg das Futter wechseln, bevor endlich tierärztlicher Rat in Anspruch genommen wird.

Häufig unerkannt

Bei den meisten erwachsenen Hunden, die ein intaktes

Immunsystem haben, verschwinden die Giardien nach kurzer

Zeit wieder von selbst. Die Hunde können allerdings unerkannt

Parasiten im Kot ausscheiden und somit eine Ansteckungsquelle

für andere darstellen. In Deutschland ist durchschnittlich jeder

vierte Hund mit den Darmparasiten infiziert. Besonders anfällig

zeigen sich Welpen und Junghunde: Hier sollen 70 Prozent der

Tiere betroffen sein. Auch die Haltungsform hat einen Einfluss

auf die Befallsraten. Werden viele Hunde gemeinsam gehalten,

wie zum Beispiel in Zwingeranlagen oder Tierheimen, steigt

das Ansteckungsrisiko, und beim Einschleppen einer Infektion

kann sich praktisch jedes Tier infizieren.

Massenvermehrung im Darm

Die Giardien haften mit Hilfe einer Art Saugnapf an der Dünndarmschleimhaut und vermehren sich durch

Zweiteilung. Die Vermehrung ist rasant, innerhalb von fünf Stunden kann sich die Zahl der Giardien verdoppeln!

Vor der Ausscheidung mit dem Kot entwickeln sich die Parasiten in ein widerstandsfähiges Dauerstadium (Zyste),

indem sich der Parasit abkugelt und mit einer Hülle umgibt. Durch die Zystenbildung ist der Parasit in der Lage,

mehrere Wochen in der Umwelt infektiös zu bleiben. Bei kühlem und feuchtem Umgebungsklima können das

sogar einige Monate sein. So sind die Zysten eine dauerhafte Infektionsquelle, selbst für ihren Wirt.

Hunde infizieren sich durch Abschlucken von Zysten aus der Umgebung,

in unsauberen Ausläufen und Zwingern, auf Hundewiesen, in Pfützen und

stehenden Gewässern, die mit Hunde- und Katzenkot verunreinigt sind. Die

Infektionsgefahr ist sehr groß, da ein infizierter Hund etwa 100.000 Zysten

pro Gramm Kot ausscheidet und bereits 10 Zysten für eine Infektion ausreichend

sind. Bereits 4-14 Tage nach der Infektion scheiden die infizierten Hunde

selber die Giardienzysten mit dem Kot aus. Die Ausscheidung erfolgt über

einen Zeitraum von 4-5 Wochen, verlängert sich aber entsprechend, wenn

das Tier immer wieder Zysten aus der Umwelt aufnimmt.

Infektionsquelle Umwelt

Der Giardiennachweis erfolgt mit speziellen Untersuchungsmethoden im Kot. Der Erreger lässt sich sowohl

unter dem Mikroskop als auch im so genannten Antigentest erkennen. Da die Erreger aber nicht regelmäßig mit

dem Kot ausgeschieden werden, geben einzelne negative Untersuchungsergebnisse keine absolute Sicherheit.

Die Untersuchung sollten daher bei Verdacht wiederholt werden.

Diagnose stellen

Der Hund selbst wird vom Tierarzt mit Wirkstoffen wie Fenbendazol oder Metronidazol behandelt. Um aber

zu vermeiden, dass sich die Tiere nicht sofort wieder mit Giardien infizieren, muss die Behandlung mit

Hygienemaßnamen begleitet werden. Da die Zysten in kühler, feuchter Umgebung besonders lange infektiös

bleiben, ist es ratsam, feuchte Areale in Zwinger und Auslauf trocken zu legen. Befallene Flächen sollten nach

Möglichkeit mit dem Dampfstrahlgerät heiß gereinigt werden und erst gründlich abtrocknen, bevor die Hunde

Die Giardieninfektion ist eine Zoonose

Auch der Mensch ist für Giardien empfänglich: In

Mitteleuropa sollen bis zu 10 Prozent der Erwachsenen und

25 Prozent der Kinder befallen sein. Aus diesem Grund

werden Giardien von der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) auch als Zoonose-Erreger, die also vom Tier auf den

Mensch übertragbar sind, eingestuft. Besonders bei Kindern

kann eine Infektion zu heftigen Symptomen führen. Der

Mensch infiziert sich über Schmutz- und Schmierinfektionen,

verunreinigte Rohkost (Salat, Gemüse) oder verunreinigtes

Trinkwasser mit Giardienzysten. Ebenso sind direkte Infektionen

aus dem Stuhl infizierter Personen oder auch aus Hundekot

möglich. Inwiefern der Hund eine bedeutende

Ansteckungsquelle für den Menschen darstellt, ist noch nicht

ganz geklärt. Die Möglichkeit einer Übertragung besteht ganz offensichtlich, jedoch scheint die Ansteckung von

Mensch zu Mensch und von Hund zu Hund weit häufiger aufzutreten. Auch Fliegen können die Parasiten auf

die Nahrung von Mensch und Tier übertragen.

Anhaltende Durchfälle bei Hunden sollten immer vom Tierarzt untersucht werden. Werden Giardien bei der

Untersuchung gefunden, kann eine Behandlung nur mit begleitenden Hygienemaßnahmen erfolgreich sein. Bei

der Giardiose handelt es sich um eine auf den Menschen übertragbare Infektionskrankheit. Bedenken Sie daher,

dass gerade kleine Kinder durch den häufigen Kontakt mit Welpen besonders gefährdet sind.

Fazit für die Praxis

Anhaltende Durchfälle bei Hunden sollten immer vom Tierarzt untersucht werden. Werden Giardien bei der

Untersuchung gefunden, kann eine Behandlung nur mit begleitenden Hygienemaßnahmen erfolgreich sein. Bei

der Giardiose handelt es sich um eine auf den Menschen übertragbare Infektionskrankheit. Bedenken Sie daher,

dass gerade kleine Kinder durch den häufigen Kontakt mit Welpen besonders gefährdet sind.

 

 
 
 
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Mundgeruch bei Hunden und Katzen ernst nehmen
 
Mundgeruch bei Hunden und Katzen ist nicht nur unangenehm, sondern oft auch ein Symptom von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Unbehandelt können daraus ernsthafte Organ-Erkrankungen entstehen. Das zu Beginn oftmals nur ästhetische Problem des schlechten Geruchs sollte also unbedingt ernst genommen werden. Nach Schätzungen leiden bis zu 85 Prozent aller Hunde und Katzen in Deutschland an Zahnbelag, Zahnstein und Maulschleimhautentzündungen.
Am Anfang dieser Entwicklung stehen Futterreste in der Mundhöhle. Diese lassen Bakterienrasen wachsen, die Plaque genannt werden. Plaque ist für den übelriechenden Geruch verantwortlich und führt in der Folge - unerkannt oder unbehandelt - zu Zahnstein und Zahnfleischentzündung. Da das Zahnfleisch aus einem dichten Netz von feinen Blutgefäßen besteht, können die Bakterien aus solchen Entzündungsherden in der Mundhöhle über die Blutbahnen in andere Organe verschleppt werden und diese schwer schädigen.
Der Entstehung von Plaque kann vor allem durch eine artgerechte, kohlenhydratarme Ernährung vorgebeugt werden. Als effektivste mechanische Maßnahme zur Entfernung der Bakterienrasen gilt die Pflege mit Zahnbürste und Zahnpasta – aber nicht jeder Vierbeiner findet diese Prozedur angenehm. Dann kann die Neubildung von Bakterien auch auf andere Weise vermindert werden: Durch ein medizinisches Mundwasser, das einfach täglich dem Trinkwasser beigefügt wird. Die enthaltenen Wirkstoffe Chlorhexidin und Xylitol wirken antiseptisch und reduzieren die Vermehrung der geruchsbildenden Bakterien. Das erste Produkt dieser Art ist nun unter dem Namen VetAquadent (von Virbac Tierarzneimittel) bei jedem Tierarzt erhältlich. Eine regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Tierarzt ist natürlich trotzdem immer erforderlich.

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Das schmutzige Geschäft mit der Ware Hund

 

Das Angebot an jungen Hunden jeder Rasse, Farbe und Größe zu Dumpingpreisen aus unseren Nachbarländern übersteigt die Nachfrage bei weitem und wächst fast monatlich. Dabei kommen die halb verhungerten, ausgemergelten, durch ganz Europa gekarrten und viel zu früh von der Mutter getrennten Tiere nicht mehr nur aus Osteuropa, wie man früher dachte. Belgien und die Niederlande sind jüngst der Umschlagplatz Nummer 1, weil es so viel seriöser klingt. Deutschland ist leider das Hauptabnehmerland für diesen tierschutzwidrigen Handel. Die Massenproduktion der Welpen – überwiegend in Osteuropa – unter schlimmsten Bedingungen, ohne Licht und zusammengepfercht auf engstem Raum kostet in den „Erzeugerländern” nur zirka 30,- Euro pro Tier. In den Abnehmerländern werden die Tiere dann „günstig” für einige hundert Euro angeboten, was meist immer noch weniger als die Hälfte des marktüblichen Preises ist. Die Tiere sind oft nicht geimpft und entwurmt und werden deswegen oft schon mit tödlichen Krankheiten verkauft. Darüber hinaus sind Welpen, die nicht wenigstens 8 Wochen bei ihrer Mutter waren, kaum sozialisiert. Schwere Verhaltensstörungen wie Dauerkläffen, Angstbeißen und Aggressionen sind nur einige der Probleme mit denen sich die neuen Hundebesitzer dann konfrontiert sehen - wenn das Tier die ersten Monate überhaupt überlebt.

TASSO-Tipp:  Kaufen Sie keine Hunde im Internet, auf Parkplätzen, auf Märkten oder durch Kleinanzeigen, wenn Sie nicht von der Seriosität der Anbieter überzeugt sind. Der grausame Hundehandel kann nur dann wirkungsvoll gestoppt werden, wenn die unseriösen Händler keine Nachfrage mehr finden. Das heißt, wenn Tierfreunde nur noch zum Züchter oder Tierheim gehen. Alle anderen Wege unterstützen die Massenproduktion Hund ungewollt.

 

Möglichst keine Tiere unterm Weihnachtsbaum

 

Hundewelpen und Katzenkinder sehen ausgesprochen süß aus und erobern Kinderherzen im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb besonders ideal zu sein. Doch Vorsicht: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert,  Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben. "Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich", sagt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung." Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. "Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen", sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.

 

 Hunde nur selten erkältet

Auch bei nasskaltem Wetter erkälten sich Hunde nach den Erfahrungen von Tierärzten nur sehr selten. Trotzdem sind manche so empfindlich, dass sie ein wenig Vorsorge im Winter gut gebrauchen können.

Wenn sie niesen, haben sie meistens einen Infekt und sollten zum Tierarzt gebracht werden.Wenn Hunde frieren, sei das am Zittern der Tiere zu erkennen. Aufgestellte Haare seien bei Hunden dagegen kein Zeichen für unangenehme Kälte, sondern immer eine Drohgebärde. Ob ein Hund schnell friert oder nicht, hängt von seinem Fell ab. Vor allem Tiere mit dünnem und kurzem Fell sind empfindlich. "Ihnen kann man im Winter eine Decke überziehen", riet Kühnel. Schuhe brauchten gesunde Hunde jedoch nicht, sie seien nur bei Verletzungen sinnvoll.

Humpelt ein Hund plötzlich beim Spaziergang, kann das am Streusalz liegen. Der Schmerz geht meistens schnell vorbei, wenn ihm die Pfote - vor allem zwischen den Ballen - gesäubert wird. Hat ein Hund häufiger solche Probleme, können seine Pfoten vor dem Gassigehen zum Beispiel mit Vaseline eingerieben werden.Manche Hunde gehen auch bei eisigem Wetter in den Bächen oder Flüssen schwimmen. Riskant ist das für sie laut Tierärztin nicht. Allerdings sollten sie sich danach nicht hinlegen oder -setzen, sondern bis nach Hause in Bewegung bleiben. Dort sollte das Tier mit einem Handtuch trocken gerubbelt oder gefönt werden. "Es ist im Winter übrigens ganz normal, wenn Hunde eine trockene und warme Nase haben", erläuterte die Tierärztin. Die Heizungsluft sorge auch bei den Tieren für trockene Schleimhäute.

 

Presse-Mitteilung

 

Kampagne Wühltischwelpen – nein Danke!
Immer mehr Betroffene melden sich

 

Schon jetzt schlägt die Kampagne "Wühltischwelpen – nein Danke!" hohe Wellen. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) hatten die Aktion im Dezember 2009 gemeinsam gestartet. Laut TASSO berichteten bisher rund 100 Betroffene von ihren Erfahrungen mit unseriösen Hundehändlern. Über 2300 Menschen hätten das Informationsmaterial angefordert und etwa 100.000 Informationskarten verteilt. Die überwältigende Resonanz der Betroffenen zeige, dass sich der Welpenhandel für viele unseriöse Züchter zu einem lukrativen Geschäft entwickelt hat. Daher werden die drei Tierschutzorganisationen ihre Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten verstärkt fortführen.

"Es ist erschreckend, mit welcher Skrupellosigkeit die unseriösen Züchter vorgehen", kommentieren ETN, TASSO und der bmt die erste Auswertung der Erfahrungsberichte. "Das Mitleid und die Tierliebe der Menschen wird von gewissenlosen Händlern ausgenutzt, um Profit zu machen – auf Kosten der Tiere, aber auch der Menschen, die ihren Welpen leiden und sterben sehen." Denn einhellig berichten die Betroffenen auf der Homepage von TASSO von kranken Tieren, die langwierig, aber erfolglos von den Tierärzten behandelt wurden. Sarah G. schreibt: "… Meine Hündin ist jetzt 7 Monate und todkrank, und ich bin am verzweifeln." Und ein anderer Betroffener berichtet: "Ich habe es damals auch gemacht, und dann war der Welpe voll mit Würmern und Flöhen und starb kurze Zeit später. Man hat mir gesagt er wäre 9 Wochen alt, dabei war er laut Tierarzt gerade ein paar Tage alt, viel zu früh vom Muttertier weg."

Neben dem Verlust des Tieres haben offenbar alle Tierhalter zudem hohe Tierarztkosten zu beklagen, die die durch den vermeintlich günstigen Preis beim Kauf des Rassewelpen gesparte Summe um ein Vielfaches übersteige. Ein Mitarbeiter eines Zoofachgeschäfts bestätigt die Erfahrungen der Tierschützer: „Bald wöchentlich erscheinen zur Zeit Kunden mit Welpen kleiner Rassen. Auf Nachfrage geben die Leute als Alter meist 4-6 Wochen an, haben keine Ahnung von der Ernährung, und meist sind sie über das Internet an den Hund gekommen. Meine Kollegen und ich sind jedesmal entsetzt und versuchen den Leuten klar zu machen, dass sie damit diesen Handel forcieren. Die Antworten sind meist: war günstig, tat mir so leid, Papiere brauche ich nicht usw. Manche dieser Hunde sehen schon krank aus, und wir versuchen alles, die Leute sofort zum Tierarzt zu schicken.“

ETN, TASSO und bmt erneuern angesichts dieser erschreckenden Berichte ihren Appell, keine Welpen zu Schnäppchenpreisen zu kaufen und sich vor dem Kauf genau über die Herkunft des Tieres zu informieren. Auch Mitleid, so die Tierschutzorganisationen, sei ein schlechter Ratgeber beim Kauf von Tieren. Worauf Interessenten beim Kauf eines Hundes achten sollten, haben ETN, Tasso und bmt in einem Positionspapier zusammengefasst. Es findet sich, zusammen mit weiteren Informationen, auf den Websites der drei Organisationen.

 

Gefahr durch Zecken nicht unterschätzen

 

In Kürze sehen sich wieder Tausende von Tierbesitzern mit einem alljährlich wiederkehrenden Problem konfrontiert: kaum steigen die Temperaturen sind auch die blutsaugenden Zecken wieder da und nutzen Hund und Katze als willkommenen Wirt. Die Gefahren durch Borreliose und andere durch die Zecke übertragbare Krankheiten sind bekannt und müssen ernst genommen werden. Nicht selten führen sie zu schwerwiegenden Krankheiten.

Es gibt einige über den Tierarzt zu beziehende prophylaktische Mittel wie Halsbänder, Sprays, Tropfen oder Pulver. Der Wirkvorgang ist immer der gleiche: Die auf die Haut des Tieres aufzutragende Substanz gelangt ins Unterhautfettgewebe und wird dort gespeichert. Saugt die Zecke nun das Blut ihres Wirtes, „vergiftet“ sie sich und fällt ab. Die Zeckenmittel halten die Blutsauger also nicht - wie fälschlicherweise angenommen - davon ab, unsere Haustiere zu stechen. Nachteil all dieser gängigen Mittel: Sie sind chemisch und für Mensch und Tier nicht ohne Risiken. Immer mehr Tierbesitzer suchen daher nach natürlichen Möglichkeiten der Prophylaxe. Den absoluten Schutz vor Zeckenbissen gibt es allerdings leider nicht. Weder mit den chemischen noch mit den natürlichen Mitteln. Jedoch können verschiedene ätherische Öle durchaus vor Zecken schützen. Wenn rechtzeitig vor dem Auftreten der Zecken mit dem Vorsorge-Schutz begonnen wird, kann das Risiko deutlich verringert werden. Beim Hund wirkt im Allgemeinen ein Gemisch aus Teebaumöl und Neemöl. Für die Katze empfehlen Tierheilpraktiker eine Kombination aus Avocadoöl und Neemöl als Hauptbestandteil.

Nachtrag zum aktuellen Newsletter "Gefahr durch Zecken"

 

Nach heutiger Rücksprache mit der Toxikologie der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Gießen muss davon ausgegangen werden, dass Öle als Schutz vor Parasiten bei Katzen vor allem bei oraler Aufnahme eine toxische Wirkung haben können, was beim Schlecken des Fells nicht auszuschliessen ist. Auf den Einsatz von Neemöl und anderen Ölen auf Pflanzenbasis sollte daher verzichtet werden, da die Bestandteile von der Katze nicht verstoffwechselt werden können. Bei Hunden kann das Öl - wie bei fast allen Präparaten - unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen.

Aufmerksame Leser und Tierärzte haben uns auf diesen Umstand hingewiesen. Wir danken allen, die dazu beigetragen haben, dass TASSO wichtige Informationslücken schließen konnte.

Wir sind bestrebt, die vielfältigen Themen unserer Newsletter umfassend zu recherchieren. Leider sind bei der großen Themenvielfalt Fehler nicht ganz auszuschließen. Daher sind wir auch in Zukunft für jegliche konstruktive Kritik dankbar.

 

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Ab 20 Grad Celsius wird das Auto zur tödlichen Falle -
Erfolgreiche Aktion "Hund im Backofen" auch 2010!

 

Jahr für Jahr sterben im Sommer immer wieder Hunde qualvoll im Auto, weil den Besitzern die Gefahren nicht bewusst sind. Bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur wird das Auto zur Hitze-Falle für einen eingesperrten Hund. Das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen! Dabei reichen schon wenige Minuten aus, um den Hund dann in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Auch ein Fenster, das nur einen Spalt offen ist, kühlt nicht ausreichend! Hunde und Katzen regulieren den Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an. Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind: Unruhe, eine weitherausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf.

TASSO hatte letztes Jahr die Aufklärungs-Aktion "Hund im Backofen" gestartet, an der sich über 8.000 Menschen beteiligten. Mehr als 600.000 kostenlose Informationskarten zum Verteilen wurden angefordert. Helfen Sie mit, andere Hundehalter zu informieren. Fordern Sie jetzt unser kostenloses Informationsmaterial mit Tipps zur ersten Hilfe bei Hitzschlag zum Verteilen an. Beobachten Sie einen Hund in einer Notsituation im Auto, zögern Sie nicht, die Polizei zu rufen!

 

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 Warum Haustiere gut für Kinderseelen sind.

 

Mama, ich möchte so gerne einen Hund haben!